Luftraum BS / ILS 33

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European Aircraft Noise Services *

- Fast neun Prozent Südanfluge auf Basel-Mulhouse

- Bundesamt rechtfertigt Südanflüge

- Südanflüge auf EuroAirport sind laut BAZL korrekt

- Elf Baselbieter Gemeinden wehren sich gegen Fluglärm

- Druck auf Flughafen wächst

- Heftige Vorwürfe wegen Südanflügen

-
Solothurner Ultimatum an Flughafen

- Flughafen muss besser informieren

- Südanflüge: Bundesamt will Anflugsystem analysieren

- EuroAirport: Klagen über mehr Südlandungen seit ILS

- Gemeinden verbünden sich gegen Fluglärm

- Gespräch zwischen SHV und Flugsicherung Basel

- Zwei Lufträume sollen für Trainingsflüge gesichert werden

-Binningen protestiert

-Luftraum für Flughafen Basel-Mülhausen nur während Anflügen aktiv

-Angabe über Anzahl Landungen auf Piste 34 - ab Feb. 08

-Instrumentenlandesystem für Basel-Mülhausen freigegeben

-Was habe ich zu tun (TMA Basel)

-Lehrgang Basilea (Power Point Presentation)

-Betrieb der TMA Sektoren (Basel)

-Info Tafel (ILS 34 Basel) Jura Ost und West

-Anpassung Luftraumstruktur 2007 (allg. CH)

-Sonderluftraum Regelung Innerschweiz

-weitere Infos Luftraum, Sperrgebiete etc. / Lokal, CH, Weltweit (SHV/BAZL)

-Aenderung CTR Grenchen

-Infos Luftraum CH / Lokal
 

Seite wird laufend erweitert mit aktuellen Infos:        27.11.2009

 

Bild von Beat Schmutz' Flug über Ob. Wängi am 8. Feb. 08


Fast neun Prozent Südanfluge auf Basel-Mulhouse

Das neue Instrumentenlandesystem (ILS) hat dem Flughafen Basel-Mülhausen mehr Südanflüge gebracht: 2008 wären 360 Landungen ohne ILS nicht möglich gewesen, wie der Bund mitteilte. Bundes- und Kantonsbehörden sind mit dem ersten Jahr zufrieden.

Der EuroAirport wird wieder häufiger von Süden angeflogen.

Der EuroAirport wird wieder häufiger von Süden angeflogen. (Bild: Keystone)

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8,9 Prozent aller Landungen am EuroAirport - konkret 2988 - führten im letzten Jahr aus Süden über dicht besiedeltes Stadtgebiet. Da das über dem staatsvertraglich festgelegten Limit von 8 Prozent lag, wurde eine Analyse über die Gründe nötig - ab 10 Prozent wären Gespräche über Massnahmen zur Senkung dieser Quote angestanden.

Die Analyse ergab als Hauptgrund für diese Quote «überdurchschnittliche Wetterlagen mit Nordwind», wie es in einer Mitteilung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) vom Dienstag hiess. Ab fünf Prozent Rückenwindanteil wird vom üblichen Nord- auf Südanflug umgestellt, weil dann «erfahrungsgemäss Böenspitzen über zehn Prozent» zu befürchten seien.

Systemverbesserungen im Pipeline

Das BAZL hat die Südanflug-Analyse zusammen mit der französischen Flugsicherung (DCAG) vorgenommen. Das Bundesamt habe die Einhaltung des ILS-Abkommens zudem zweimal bei den Kollegen überprüft. Beide Male seien die erforderlichen Windwerte eingehalten worden. Das Bundesamt habe ferner Optimierungsmöglichkeiten angeregt.

So solle bis Ende Jahr das Informatiksystem der Fluglotsen verbessert werden, weil es bisher «zu sensibel auf Windwechsel reagierte». Zudem ist laut BAZL seit Anfang Februar das ILS jeweils für Nord- und Südanflüge gleichzeitig aktiviert, womit man das Anflugregime «flexibler und rascher» dem Wind anpassen könne.

Das BAZL begrüsst diese von der französischen Seite getroffenen Massnahmen explizit. Es verlangt alle Mittel auszuschöpfen, um die Südanflugquote «so gering wie möglich zu halten». Das Bundesamt habe damals seine Zustimmung zum ILS «mit der Erwartung verbunden», dass dieses abgesehen vom Wetter nicht mehr Südanflüge bringe.

Südanflugquote mehrfach über Ankündigung

Die beiden Basler Regierungen «begrüssen» den BAZL-Bericht laut einer Mitteilung des baselstädtischen Departementes für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU). Dieser zeige, dass das ILS «korrekt» vereinbarungsgemäss genutzt werde.

Dass einige Südlandungen, die früher wegen heiklem Wetter gar nicht möglich gewesen wären, dank ILS stattfinden konnten, nehmen die Regierungen «zur Kenntnis». Erst vor Jahresfrist hatte die Flughafendirektion die Zahl solcher zusätzlicher Landungen auf etwa 100 im Jahr geschätzt - tatsächlich sind es 360 geworden.

Ende 2007 war das neue ILS 33 auf der Südlandepiste samt neuem An- und Abflugregime eingeführt worden. Seither reisst die Kritik in Schweizer Gemeinden im Süden des Flughafens nicht ab. (jg/ap)

Erstellt: 07.04.2009, 12:18 Uhr - BAZ Online

 


Bundesamt rechtfertigt Südanflüge

Basel. baz. Aufgrund der Reklamationsflut über die Südlandungen hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt jetzt schon eine Inspektion des Flughafenbetriebs durchgeführt. Die Resultate seines Prüfbesuchs vor Ort stellen der französischen Flugsicherung ein gutes Zeugnis aus. Es zeige sich, dass die Fluglotsen die Vereinbarung korrekt anwendeten. Es seien keine Südanflüge erfolgt, ohne dass die erforderlichen Windwerte auch gegeben gewesen wären, schreibt das Bundesamt.

Für die Baselbieter Regierung wäre jedes andere Resultat «nicht akzeptabel» gewesen. Sie bekräftigte gestern, sich für eine verlängerte Nachtruhe von 23 bis sechs Uhr einzusetzen. Auch Urs Hintermann, Reinacher Gemeindepräsident, sagt: «Hoffentlich wurde die Vereinbarung eingehalten; alles andere wäre ein Skandal.» Für Hintermann gibt es deshalb keinen Grund, von den gestellten Forderungen abzuweichen. Dieser Haltung schliesst sich Kaspar Burri, Präsident des Schutzverbandes, an. Er stellt deshalb für Juli eine Volksinitiative in den beiden Basel in Aussicht, mit der die derzeit 82'000 Starts und Landungen auf dem EuroAirport plafoniert werden sollen.

SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer will zudem mit einem Postulat im Nationalrat darauf hinwirken, dass die Flughafenanwohner im Verwaltungsrat eine Vertretung erhalten, denn sie fühlten sich auch durch ihre Regierungsräte nicht richtig

BAZ Online, 29.5.08


Südanflüge auf EuroAirport sind laut BAZL korrekt

Zoom   Mit dem ILS 34 wird generell in grösserer Höhe - aber aus Süden - angeflogen. Grafik dgac


 

Basel. sda/baz. Im Fluglärmstreit um das Instrumentenlandesystem ILS 34 am Flughafen Basel-Mulhouse attestiert das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) der Flugsicherung korrekte Anflüge. Dies habe eine Inspektion ergeben, teilte das BAZL am Mittwoch mit.

Das im Dezember in Betrieb genommene ILS mit seiner neuen gebündelten Südanflug-Route trage «generell zur Verbesserung der Sicherheit im Flugbetrieb bei». Die Lärmauswirkungen der ILS-Anflüge lägen in der Schweiz unter dem Immissionsgrenzwert der Eidgenössischen Lärmschutzverordnung, hält das BAZL weiter fest.

Wegen zahlreicher Klagen - Südanflüge erfolgten schon bei weniger ungünstigem Wind und öfter als staatsvertraglich vereinbart - hat das BAZL Anfang Mai mit der Aufsichtsbehörde Frankreichs eine Zwischeninspektion der französischen Flugsicherung durchgeführt, statt die nach einem Jahr vorgesehene Bilanz abzuwarten.

Legitime Ausnahme wegen Panne

Dabei habe sich gezeigt, «dass die Fluglosten die Vereinbarung korrekt anwenden.» Einzig am 6. März seien ausnahmsweise bei Südanflügen die Windwerte unterschritten worden. Grund sei eine Panne an den Navigationsanlagen für die Nordanflüge gewesen. Dies sei «vertretbar»; hätte doch der Flughafen sonst schliessen müssen.

Die Flugsicherung habe gemäss den geprüften Unterlagen mehrmals den Luftraum für Südanflüge aktiviert, dann aber die üblichen Landungen von Norden her beibehalten, weil der Wind unter dem Limit geblieben sei. Das zeige, dass die Flugsicherung sorgfältig handle. Das Windprognosesystem werde wohl auch noch präziser justiert.

Die Südanflug-Quote sei derzeit noch im jahreszeitlich üblichen Rahmen. Das BAZL werde dennoch die Benutzung des ILS 34 weiter «aufmerksam beobachten» und allenfalls in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Inspektion vornehmen. Dem Flughafen habe das BAZL zudem regelmässigere und detailliertere Information nahegelegt.

Forderung nach internationalen Standards

Die Baselbieter Regierung forderte in einer Stellungnahme zur BAZL-Mitteilung die Anwendung internationaler Standards am Flughafen Basel-Mulhouse. Damit bekräftigte sie ihre vor dem Landrat vertretene Position. Das in Zürich geplante Nachtflugverbot von 23 bis 6 Uhr solle auch am EuroAirport gelten, wiederholte sie.

Die Regierung erinnerte zudem an die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens. Die Stimmberechtigten hätten 1999 dessen Ausbau samt Beteiligung klar zugestimmt. Der Luftverkehr solle «möglichst umweltschonend abgewickelt werden». Die Regierung engagiere sich deshalb für - nicht näher benannte - «verschiedene Verbesserungen».

BAZ Online, 28.5.08


Elf Baselbieter Gemeinden wehren sich gegen Fluglärm

Binningen. sda/baz. Elf vom Fluglärm betroffene Gemeinden im Kanton Baselland verlangen eine Ausdehnung der Nachtflugsperre am Flughafen Basel-Mülhausen von 22 bis 7 Uhr. Auch sollen die Bedingungen für das Anflugsystem ILS 34 geändert werden.

Bei einer Zusammenkunft in Binningen kritisierten die Vertreter der Gemeinden die Anwendung des neuen Anflugsystems ILS 34 auf dem Basler Flughafen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Es bestehe der Verdacht, dass die vertraglich festgelegten Auflagen nicht ordnungsgemäss angwendet werden.

Angesichts der Erfahrungen mit dem Anflugsystem ILS 34 und den Ausbauplänen des Flughafens «besteht die grosse Sorge, dass der Fluglärm unerträglich zunimmt», heisst es weiter. Das neue Anflugsystem wurde Anfang 2008 eingeführt.

Kein Ausbau des Fracht-Flugverkehrs

Die Sperrzeit soll von 22 bis 7 Uhr verlängert werden, verlangen die Gemeinden. Der Landrat überwies in der letzten Woche eine Motion, in der eine Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr verlangt wird.

Die Gemeindevertreter fordern zudem, dass Südanflüge erst ab zehn Knoten (bisher fünf Knoten) erlaubt werden. Sie lehnen auch einen Ausbau des Frachtverkehrs ab. Sie weisen darauf hin, dass in den elf Gemeinden 80 000 Menschen vom Fluglärm betroffen sind.

Die Gemeinden verlangen vom Regierungsrat, dass sich seine Mitglieder im Verwaltungsrat des Flughafens «aktiv für eine Verbesserung der Fluglärmpoblematik einsetzen». Der Regierungsrat müsse die Gemeinden unterstützen.

Das neue Anflugsystem erregt die Gemüter im Baselbiet seit dessen Einführung. Laut einer Vereinbarung darf die Zahl der Südanflüge im Jahr nicht mehr als 8 Prozent betragen. Seit Jahresbeginn erfolgten jedoch 9,4 Prozent der Landungen von Süden; allein im April waren es 15,8 Prozent.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt will angesichts der Aufregung schon früher als geplant die Handhabung des neuen Anflugsystems analysieren. Ursprünglich war eine erste Überprüfung erst für Ende 2008 vorgesehen.

BAZ Online, 26.5.08


Druck auf Flughafen wächst

Wir setzen uns für kürzere Betriebszeiten ein

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BAZ vom 23.5.08


Heftige Vorwürfe wegen Südanflügen

Verantwortliche des Flughafens rechtfertigen sich vor der Bevölkerung.... mehr Pdf

BAZ, 20.5.08


Solothurner Ultimatum an Flughafen

Politiker aus dem Schwarzbubenland erhalten Unterstützung im Kampf gegen Fluglärm

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BAZ, 15.5.08


Flughafen muss besser informieren

BAZL Chef Cron will die Hanhabung der Südlandungen am Euroairport jetzt prüfen lassen.....mehr (PDF)

BAZ, 2.5.08


Südanflüge: Bundesamt will Anflugsystem analysieren

Basel/Solothurn. sda/baz. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) will schon jetzt statt erst Ende Jahr die Handhabung des neuen Südanflugsystems auf dem Flughafen Basel-Mülhausen analysieren. Das sagte BAZL-Chef Raymond Cron in Zeitungsinterviews vom Freitag.

Mit der Ankündigung reagiert Cron auf den anhaltenden Unmut der Bevölkerung im Süden des Flughafens. Seit dem 20. Dezember ist am Flughafen für Südanflüge das Anflugsystem ILS 34 in Betrieb; seither lag die Zahl der Südanflüge über dem von Frankreich und der Schweiz fürs ganze Jahr vereinbarten Mittel von 8 Prozent der Landungen.

Laut Cron gab es vergleichbare Zahlen in Frühlingsmonaten auch schon in früheren Jahren, und sie seien auch nicht einfach unplausibel. Das BAZL wolle sich aber schon jetzt ein Bild machen und nicht erst nach Ablauf eines Jahres, sagte er in «Solothurner Zeitung» (SZ), «Oltner Tagblatt» (OT) und «Basler Zeitung» (baz).

Ergebnisse bis Anfang Juni

Das Bundesamt werde daher Fragen nachgehen wie jener, ob die Nutzungsbedingungen für das ILS 34 eingehalten werden, oder aufgrund welcher Kriterien die französische Flugsicherung am Flughafen von Nord- auf Südanflüge umstellt. Er hoffe, über die Ergebnisse Ende Mai oder Anfang Juni informieren zu können.

Die Gesamtsituation könne zwar erst nach zwölf Monaten beurteilt werden, im Falle von Problemen wolle das BAZL aber nicht so lange zuwarten. Wichtig sei zudem Transparenz, um Misstrauen abzubauen. Cron rügte dabei die bisherige Information durch den Flughafen, über die das BAZL «nicht glücklich» und die «nicht befriedigend» sei.

Eine Prüfung der Südanflüge hatte BAZL-Sprecher Daniel Göring schon am Mittwoch gegenüber dem Regionaljournal Basel von Schweizer Radio DRS angekündigt. Der Flughafen Basel-Mülhausen begründete die Zahl der Südanflüge vor den Medien vor allem mit der Windlage. Seit Anfang Jahr seien 9,4 Prozent und im April allein 15,8 Prozent der Landungen von Süden erfolgt.

 

 BAZ Online, 2.5.08

 


 

EuroAirport: Klagen über mehr Südlandungen seit ILS

Basel. sda/baz. Nach vier Monaten mit dem Instrumentenlandesystem (ILS) liegt die Zahl der Südanflüge zum Flughafen Basel-Mülhausen über der Jahreslimite von 8 Prozent. Der Flughafen erklärt das als normale Schwankung und sieht trotz Klagen keinen Handlungsbedarf.

Das ILS 34 für Südanflüge über die Agglomeration Basel war am 20. Dezember in Betrieb genommen worden. Ein binationales Abkommen erlaubt den Anflug über dieses dicht besiedelte Gebiet nur, wenn der Wind für die üblichen Nordanflüge zu ungünstig ist. Das gab es in den letzten Wochen so oft, dass es Lärmbeschwerden hagelte.

Seit Jahresbeginn erfolgten 9,4 Prozent der Landungen von Süden, wie Verantwortliche des EuroAirport (EAP) am Mittwoch vor den Medien ausführten. Allein im April waren es gar 15,8 Prozent. EAP-Direktor Jürg Rämi führte die Aufregung darauf zurück, dass das ILS neue Wohngebiete betrifft - aber weit weniger Leute als früher.

Kein Plan B

Gemäss dem Kommandanten der französischen Flugsicherung am EAP, Claude Faesch, wird das ILS genau nach Abkommen eingesetzt; dieses basiere auf internationaler Usanz. Liegt der Rückenwind-Anteil für Nordlandungen über 5 Knoten, wird wegen dem Risiko von Böen auf Südlandungen umgestellt. Als Sicherheitsgrenze gelten 10 Knoten (18 km/h).

Das umstrittene ILS-Abkommen sieht eine Situationsanalyse vor, wenn im Jahresdurchschnitt über 8 Prozent der Landungen via Süden erfolgen. Über 10 Prozent sind Konsultationen über begrenzende Massnahmen vorgesehen. Was da möglich wäre, wollte Rämi auch auf mehrfache Nachfrage nicht sagen; es sei zu früh für Spekulationen.

Rämi verwies darauf, dass die Landerichtungen bereits vor dem ILS stark geschwankt hätten. Monateweise seien auch schon über 20 Prozent aus Süden angeflogen. Die Zahl jener Landungen, die vor dem ILS auf Sicht wetterbedingt gar nicht möglich waren, bezifferte er auf nur etwa 100 im Jahr, bei erwarteten insgesamt rund 40 000.

 

BAZ Online, 30.4.08


 

Die Gemeinden verbünden sich gegen Fluglärm

Die Südanflug-Gemeinden wollen politischen.... mehr

BAZ vom 28.4.08


Basel TMA-Sektoren T1, T2, T3
ko 24.04.2008. Nach dem Bekanntwerden von ungerechtfertigten Aktivierungen der Basel TMA Tango-Sektoren hat am 17. April eine Unterredung mit der ATC Basel stattgefunden.
Dabei hat sich gezeigt, dass die Tango-Sektoren vorsorglich aktiviert werden, sobald die prognostizierte Rückenwind-Komponente auf Piste 16 fünf Knoten übersteigt. Dieses für die GA unhaltbare Vorgehen wird mit den unzuverlässigen Wetterprognosen, die Météo France liefert, begründet. Der Chef der ATC Basel versteht den Unmut der General Aviation und hat zugesagt, die von uns eingebrachten Vorschläge zu prüfen und sich um eine Verbesserung der Situation zu bemühen. Die Umsetzung der Massnahmen wird allerdings einige Zeit beanspruchen.
Die aktivierten Tango-Sektoren sind nicht einfach geschlossen; sie können mit einer Bewilligung von Bâle Info durchflogen werden. Solange sie nur vorsorglich aktiviert sind, stehen die Chancen für eine Transit-Clearance sehr gut. Selbstverständlich können sie auch jederzeit ohne Funkkontakt unterflogen werden.
Wir sollten unsere Möglichkeiten nutzen und bei Bedarf bei Bâle Info über Funk eine Durchflug-Bewilligung einholen. Die Verfahren sind im Lehrgang Basilea beschrieben.

SFVS Online, 24.4.08

Aussprache zwischen SHV und Flugsicherung Basel

 
Im Anhang lasse ich euch einen Bericht über die Aussprache mit dem Chef Flugsicherung des Flughafens Basel zukommen. Künftig werde ich euch auch mit monatlichen Statistiken über die Aktivierungen der Tango-Sektoren sowie die effektiven Zeiten mit ILS34-Anflügen bedienen können.
 
Gerne nehme ich auch weiterhin eure Beobachtungen und Kommentare im Zusammenhang mit dem Betrieb von ILS34 entgegen.
 
Mit besten Grüssen und schönes Wochenende
 
Hanspeter

Anhang: PDF File

19.4.08


Zwei Lufträume sollen für Trainingsflüge gesichert werden

Bern. ap/baz. In der Schweiz sollen zwei Lufträume, die von der Luftwaffe für Trainingsflüge mit Flugzeugen vom Typ PC-21 genutzt werden, für den zivilen Sichtflugverkehr eingeschränkt werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat entsprechende Bestimmungen in die Vernehmlassung geschickt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Bei den zwei betroffenen Gebieten handelt es sich um die beiden Trainingsräume «Hohgant» im Raum Thun-Susten-Buochs und «Speer» in der Region Glarus-Urnäsch-Liechtenstein. Hier sollen in Zukunft mit neuen Maschinen vom Typ Pilatus PC-21 Trainingsflüge zur Ausbildung von Militärpiloten stattfinden. Da bei diesen Lehrgängen auch eine intensive Bedienung und Kontrolle der Fluginstrumente nötig ist und die angehenden Piloten deshalb nicht immer in der Lage sind, den sie umgebenden Luftraum genügend zu beobachten, brauche es für die Zeit dieser Flüge eine Beschränkung des zivilen Sichtflugverkehrs. Mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass es zu gefährlichen Annäherungen oder gar Kollisionen mit anderen Flugzeugen komme, schreibt das BAZL

Gemäss dem Antrag der Luftwaffe, der nun via das BAZL in die Vernehmlassung geschickt wird, sollen in den genannten Lufträumen bei Trainingsflügen mit PC-21-Maschinen grundsätzlich keine zivilen Flugzeuge mehr einfliegen dürfen. Diese Beschränkung soll jedoch nur gelten, wenn sich auch tatsächlich Maschinen zur Pilotenausbildung in der Luft befinden. Die Untergrenze der beiden Lufträume liegt bei rund 3000 Metern und die Obergrenze bei rund 5500 Metern. Im nicht kontrollierten und nicht beschränkten Luftraum können im Sichtflug verkehrende Piloten in der Regel bis auf eine Höhe von rund 4500 Metern frei fliegen.

 

BAZ Online, 27.3.08


Binninger Gemeinderat protestiert gegen Fluglärm

 

Foto Keystone
Binningen. sda/baz. Wegen massiver Lärmstörungen durch Südanflüge auf Basel-Mülhausen hat der Gemeinderat von Binningen beim Flughafen protestiert. Das Schreiben ging auch an das Eidg. Departement Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

Ebenso erhielten die Regierungen beider Basel den von der Gemeinde am Dienstag veröffentlichten Brief. Der Gemeinderat nimmt darin namentlich Bezug auf zahlreiche Fluglärmbeschwerden aus der Zeit vom 4. bis zum 6. März. Vor allem Flüge zwischen 22 und 24 Uhr sowie zwischen 5 und 6 Uhr hätten die Nachtruhe massiv gestört.

An jenen Tagen seien die Wetterbedingungen aber während längerer Zeitfenster so gewesen, dass gar keine Notwendigkeit für Südanflüge bestanden habe, hält der Gemeinderat weiter fest. Er schliesse sich den Beschwerden der Bevölkerung an. Von Flughafendirektor Jürg Rämi fordert er eine umgehende Stellungnahme.

Weiter fordert der Gemeinderat die strikte Einhaltung der geltenden Nachtruheregelung, die Einführung eines Nachtflugverbots von 22 bis 7 Uhr, weniger Flugverkehr in den Einschlaf- und Aufwachstunden sowie an den Wochenenden, den Verzicht auf schwere Frachtmaschinen über Siedlungsgebiet und Sicherheit für die Wohnbevölkerung.

Beschwerden häufen sich

Zudem verlangt der Gemeinderat eine transparente und rasche Informationspolitik sowie die strikte Einhaltung der Regeln für den Südanflug mittels des neuen Instrumentenlandesystems ILS 34. Das System war vor Weihnachten 2007 eingeführt worden; inzwischen häufen sich Beschwerden in den betroffenen Gemeinden.

Neben zunehmenden Südanflügen werden auch Befürchtungen wegen niedriger Flüge über besiedeltem Gebiet laut, wie Medienberichten der vergangenen Tage zu entnehmen war. Gemäss dem Vertrag zwischen der Schweiz und Frankreich dürften Südanflüge mit ILS 34 nur stattfinden, wenn der Wind keine Landung von Norden her zulässt.

Wenn der Anteil der Südanflüge 8 Prozent aller Anflüge erreicht, müssten zudem die Flughafen-Verantwortlichen die Lage analysieren; ab 10 Prozent wären korrigierende Massnahmen nötig. Betroffene, darunter die Gemeinde Binningen, hatten sich vor der Einführung des ILS 34 gegen das System gewehrt, blieben aber erfolglos.

BAZ Online, 18. März 08


Luftraum für Flughafen Basel-Mülhausen nur während Anflügen aktiv

Bern, 11.12.2007 - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Luftraum für das neu in Betrieb..........

mehr......        

BAZL, 28.2.08


Anzahl Landungen Bâle - Mulhouse

Tabelle über monatl. Landungen auf Piste 34 (IFR) - ab Februar 2008 Pdf Datei!

12.2.08


Instrumentenlandesystem für Basel-Mülhausen freigegeben

Anflug auf den EuroAiport. Foto Roland Schmid

Bern/Basel. ap/baz. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das Instrumentenlandesystem (ILS) für Südanflüge auf den Flughafen Basel-Mülhausen freigegeben. Es soll am kommenden 20. Dezember in Betrieb gehen und ersetzt das bisherige Anflugverfahren mit Sichtflug, wie das BAZL am Dienstag mitteilte.

Das ILS kommt aber nur zum Einsatz, wenn der starke Nordwind Landungen von Norden her verunmöglicht. Die Benutzungsbedingungen wurden von der Schweiz und Frankriech in einem Abkommen detailliert festgelegt.

Damit das ILS auf der Südpiste 34 sicher durchgeführt werden kann, wurde der kontrollierte Luftraum erweitert. Er erstreckt sich auf das Gebiet zwischen Pruntrut, Sissach, Olten und Wangen an der Aare bei Untergrenzen von 1.700 bis 2.500 Metern über Meer. Damit verkleinert sich der frei verfügbare Luftraum für die Kleinaviatik wie Segelflugzeuge und Hängegleiter. Allerdings ist der neue Kontrollraum nur aktiv, wenn tatsächlich Südanflüge stattfinden.

BAZ, 11.12.07


Was habe ich zu tun (TMA Basel) pdf


Schulung Basilea

Der Lehrgang Basilea I ist ab sofort verfügbar.

Für Fragen und Anregungen sind wir für Sie da.
Kontaktieren sie......

Betrieb der TMA Sektoren (Basel) PDF 90KB

Werte Clubs, Flugschulen

Im Hinblick auf die Testphase ILS 34 Basel hat das BAZL ein Infoblatt
herausgegeben. Wir bitten euch dies auf der Homepage zu publizieren und
eure Mitglieder und Schüler zu informieren.

Vielen Dank für eure Hilfe

Happy landings
Philipp
SCHWEIZERISCHER HÄNGEGLEITER-VERBAND


Info Tafel TMA Basel / Fluggebiet Jura Ost "deutschsprechender Teil" (wird nächstens am Startplatz Bölchen montiert) PDF File 840 KB

dito                                Fluggebiet Jura West "französischsprechender " Teil - PDF File 215 KB


Anpassung Luftraumstruktur 07 Schweiz allg. Pdf  1,63MB

Liebe Kollegen

Anbei ein AIC über die geplanten Luftraumänderungen. Für uns von besonderem Interesse die TMA Basel. Es ist vorgesehen, dass der Status (aktiv / nichtaktiv) über Telefon und Funk abgefragt werden kann. Die Vorlaufzeit für eine Statusänderung beträgt 60 Minuten. Somit kann maximal 60 Minuten ohne Funk geflogen werden (wenn kurz vor dem Start angefragt wird). Im März 2007 wird die neue Struktur publiziert, von März bis September werden die Lufträume testweise aktiviert, ohne dass effektive ILS-Anflüge stattfinden. Das ILS soll im Herbst 2007 in Betrieb genommen. Eine solche Testphase ist erstmalig; sollten negative Ergebnisse festgestellt werden, wird eine fixe TMA in Betracht gezogen. Überdies ist ein Safety Assessment noch ausstehend.

Mit besten Grüssen

Hanspeter

SCHWEIZERISCHER HÄNGEGLEITER-VERBAND

FÉDÉRATION SUISSE DE VOL LIBRE
 


 

Sonderluftraum Regelung Innerschweiz Pdf 564 KB

 


 

weitere Infos über Luftraum, Sperrgebiete etc. / Lokal, CH, Weltweit (Seite SHV)

 


 

Aenderung CTR Grenchen

 

Liebe Kollegen

Ich darf euch mitteilen, dass die geplante Änderung der CTR Grenchen auf 2008 verschoben worden ist. Der Flughafenhalter von Grenchen wird im Jahr 2007 aufgefordert, die Standard Instrument Departures-Verfahren zu überprüfen, falls  Luftraum kleiner werden soll.  

Mit besten Grüssen

Hanspeter

SCHWEIZERISCHER HÄNGEGLEITER-VERBAND

FÉDÉRATION SUISSE DE VOL LIBRE